Zwei Tage ohne Kabel

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Sonys Xperia 10 V ist ein Laufzeitwunder. Das allein reicht allerdings nicht für eine gute Bewertung. Denn es gibt auch einige Problemstellen. Wo diese liegen, zeigt unser Labortest.

Lennart Holtkemper

Schlicht ist das Stichwort, wenn man das Design von Sonys Smartphones beschreiben müsste. Das gilt auch für das Xperia 10 V, das sich beim Aussehen in die restliche Xperia-Familie eingliedert. Unser Testmodell kommt ganz in Schwarz, mit einer matten Kunststoffrückseite, die leicht abgerundet in den ebenfalls matten, leicht kantigen Kunststoffrahmen übergeht. Liebhaber von Kabelkopfhörern bedient Sony immer noch: Im oberen Rahmen des 10 V sitzt nämlich ein Klinkenanschluss. Haptisch ist das Xperia 10 V durch das matte Design sehr angenehm. Wer es farbenfroher mag, hat übrigens noch die Wahl zwischen Weiß, Grün und Violett.

Sony setzt zudem wie eh und je auf ein schmales 16:9-Format. Beim Xperia 10 V bedeutet dies kompakte Abmessungen von 155 x 68 x 8 Millimetern. Dank des Kunststoffs kommt das Modell auf ein im Segment schon federleichtes Gewicht von 159 Gramm. Die Kombination aus den drei Faktoren sorgt jedenfalls für eine gute Handlichkeit.

Sehr selten in der Preisklasse ist der Staub- und Wasserschutz nach IP68, den Sony dem Xperia 10 V verpasst. In der Regalhöhe schützt nur Samsung ihre A-Klasse, also das Galaxy A34 und A54, per IP67 vor Umwelteinflüssen.

OLED-Display mit nur 60 Hz

Auf der Front verbaut Sony ein OLED-Panel mit einer Diagonale von 6,1 Zoll. Dadurch, dass die Displayrahmen zu allen Seiten recht breit sind, kommt das Xperia 10 V frontseitig etwas altbacken daher. Doch Sony verbaut Stereolautsprecher in der Ober und Unterseite. Sie spielen mit von uns gemessenen 79 dB anständig laut und machen natürlich gerade beim Videoschauen deutlich mehr Spaß als ein einzelner Speaker.

Die Auflösung von 1080 x 2520 Pixeln liegt im normalen Bereich und liefert für die Größe des OLEDs ein scharfes Bild ab. Statt den Fingerprintsensor im Screen zu verbauen, setzt Sony ihn wie beim Xperia 1 V in den Rahmen ein. Dort verrichtet er einen größtenteils zuverlässigen Job.

Nicht mehr zeitgemäß ist die geringe Bildwiederholrate des Xperia 10 V, die nur 60 Hertz beträgt. Für den Preis ist das zu wenig, gerade auch im Marktumfeld. Konkurrenzmodelle wie das Samsung Galaxy A34 (379 Euro) oder Xiaomi Redmi Note 12 Pro (400 Euro) bieten jeweils 120 Hertz.

Beim Xperia 10 V resultiert die niedrige Bildwiederholrate in Schlierenbildung beim Scrollen. Lesen von Texten, beim Internetbzw. App-Browsing ist so nicht ganz so angenehm für die Augen.

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