TOP SHOTS: DIE BESTEN KAMERA-SMARTPHONES

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Top Kamera-Smartphones

Die Kamera ist und bleibt der Motor der Smartphone-Entwicklung, hier finden die wichtigen Innovationen statt. Seit 2020 tragen wir dieser Tatsache Rechnung mit einem umfangreichen, von Profis entwickelten Kameratestverfahren. Auf dieser Grundlage stellen wir die besten Kamera-Phones vor, die es derzeit zu kaufen gibt. Außerdem zeigen wir an Fotobeispielen, wo die Möglichkeiten und Grenzen der Smartphone-Fotografie liegen.

Andreas Seeger

Nach einer Smartphone-Trendstudie des Branchenverbands Bitkom aus dem Februar 2022 wünscht sich die überwältigende Mehrheit von 835 Befragten ein robusteres Bildschirmglas für ihr nächstes Smartphone (96 Prozent). Ebenfalls weit oben auf der Wunschliste stehen lange Akkulaufzeiten (92 Prozent), hohe Verarbeitungsqualität (95 Prozent) und eine langfristige Versorgung mit Updates (95 Prozent). Wenn es um die technische Ausstattung geht, spielt die Kamera eine wichtige Rolle. Interessant dabei: Auf die Frage, welche Merkmale wichtig sind, gaben die Befragten nicht nur die Kameraqualität an (76 Prozent), sondern auch die Anzahl der Kameralinsen (70 Prozent). Aber welchen Vorteil bringen mehr Kameralinsen? Gilt hier der Grundsatz: je mehr, desto besser?

Zunächst einmal kann man festhalten, dass die Qualitätsunterschiede bei den Kameras enorm sind. Dabei ist der Preis das alles entscheidende Kriterium: Ein Top-Smartphone liefert ein vollwertiges Kamera- und Videosystem, während Einsteigermodelle mit einer Optik allenfalls für Whatsapp-Schnappschüsse taugen.

In der Oberklasse haben sich drei Brennweiten als Standard etabliert, die beim Fotografieren viele Freiheiten bei der Wahl des richtigen Motivs lassen: superweitwinklige Landschaftsaufnahmen sind ebenso möglich wie Zooms auf Details von weit entfernten Objekten. Bei diesen Extremen trennt sich die Spreu vom Weizen, denn während eine Hauptoptik mit sehr guter Bildqualität auch in tieferen Preisregionen möglich ist, stellen eine Ultraweitwinkel- und eine Teleoptik auf engstem Raum hohe Anforderungen an die Ingenieurskunst. Es gibt nur wenige Smartphones, die ein Top-Niveau über alle drei Brennweiten und Optiken halten können. Während das Superweitwinkelobjektiv aufgrund der kurzen Brennweiten mit Verzerrungen an den Rändern zu kämpfen hat, steht die Teleoptik vor dem Problem, dass mit steigendem Zoomfaktor eine Brennweite nötig wird, für die in einem 9 Millimeter dünnen Smartphone kein Platz ist. Bei einem Zoomfaktor 5 oder 10 werden die Linsen deshalb quer ins Gehäuse eingesetzt und das Licht über Spiegel auf den Sensor geleitet.

Die Fertigung solcher quer eingebauten Zooms erfordert besonders hohe Präzision, weshalb sie d

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