SESAM, ÖFFNE DICH!

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Wer klingelt da? Ring Intercom, die smarte Ergänzung für Gegensprechanlagen, kommuniziert mit Besuchern übers Smartphone – und öffnet auf Wunsch die Tür.

Hannes Rügheimer

Was die Amazon-Tochter Ring mit ihrem Produkt namens Intercom für das heutige Zeitalter von WLAN, Smartphone und Smarthome weiterentwickelt hat, hieß in der Ära von Telefonanlagen mit Türsprechstelle „Apothekerschaltung“. Die Idee: Wenn Lieferanten oder Besucher an der Haustür klingeln, können Sie am Smartphone antworten – sogar wenn Sie gar nicht zu Hause sind oder gern bequem auf dem Sofa sitzen bleiben wollen. Sollten Sie nach der entsprechenden Zwei-Wege-Kommunikation zu der Entscheidung gekommen sein, den Besuch einzulassen, können Sie die Tür aus der Ferne per Touch-Kommando öffnen.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die vorhandene Gegensprechanlage mit Ring Intercom zusammenarbeiten kann. Um dies zu prüfen, hat der Hersteller im Web eine interaktive Check- und Kompatibilitätsliste hinterlegt (bit.ly/3j20lVs). Auf der finden sich neben vielen kleineren Anbietern auch etliche namhafte Hersteller solcher Anlagen, darunter ABB, Bitron, Busch-Jäger, Gira, Jung, Ritto und Siedle.

Im nächsten Schritt lassen sich die genauen Modellnummern prüfen. Übrigens: Wenn diese Angabe nicht aufgedruckt ist, ist sie oft unter der Gehäuseabdeckung der Türsprechstelle zu finden. Die Kompatibilitätsliste ist ziemlich umfangreich, zumal die Anschlussklemmen für Klingel- und Sprachsignal sowie Türöffner prinzipiell ausreichen. Videosignale unterstützt die Lösung grundsätzlich nicht.

Das bislang nur in weißer Farbe lieferbare Zusatzkästchen Ring Intercom wird neben der Innenstation der Türsprechanlage mit zwei Klebestreifen an der Wand fixiert. Genügt dies je nach Untergrund nicht, lässt sich das Kästchen stattdessen über je zwei mitgelieferte Schrauben und Dübel festschrauben.

Betrieb grundsätzlich per Akku

Die Stromversorgung erfolgt immer über einen Akku, der Anschluss an ein Netzteil ist vom Hersteller nicht vorgesehen und wäre allenfalls mit zusätzlichem Bastelaufwand realisierbar. In der Basisversion mit einem 5800-mAh-Akku kostet das Gerät 130 Euro. Wer ein zweites Akkupack zum schnellen Auswechseln mitbestellen möchte, bekommt dieses Set für 150 Euro.

Der Akku wird über ein Micro-USB-Kabel aufgeladen. Das Kabel gehört grundsätzlich zum Lieferumfang, ein passendes USB-Netzteil jedoch nicht – dafür lässt sich aber praktisch jedes Smartphone-Ladegerät zweckentfremden. Soll das Aufladen des Akkus noch eleganter mit einem separaten Ladedock vonstatten gehen, gibt es für 170 Euro

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