Geschäfts-Idee

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Ursprünglich aus dem medizinischen Bereich kommend ist die Clesana inzwischen auch bei den Campern angekommen.

Von Andreas Hülsmann

Die Vorstellung der Clesana C1 hat in der Caravan-Szene für viel Gesprächsstoff gesorgt. Selten, dass über ein Klo so intensiv diskutiert wurde. Der Autor der Winterreise zum Nordkap hat sich die C1 vor mehr als einem Jahr in seinen Campervan eingebaut, obwohl er anfangs dieser Schweiß-Toilette skeptisch gegenüberstand.

Seit mehr als einem Jahr fährt die Clesana C1 Verschweiß-Toilette in unserem Sunlight mit, und anfangs – ich gebe es zu – war ich skeptisch. Ein Klo, das zuweilen ein Update braucht und dafür über eine Schnittstelle verfügt? Eine aufwendige Mechanik verschweißt einen Beutel, in dem das Ergebnis der Sitzung zuvor gelandet ist. Allesamt gewöhnungsbedürftige Gedanken. Diese Punkte standen anfangs im Raum und sprachen gegen die C1.

Doch mit steigendem Beschäftigungsgrad lösten sich die Bedenken mehr und mehr auf. Dass die C1 ohne Wasser auskommt war ein großes Plus. Wem einmal bei Minusgraden im skandinavischen Winter das komplette Wassersystem eingefroren ist, der weiß eine H₂O-freie Toilette zu schätzen. Denn die Sache kann unangenehm werden, wenn unter diesen Bedingungen die Natur ruft. So betrachtet hat uns die Schweiß-Toilette auf der Winterreise öfter den „Arsch“ gerettet.

Bei der Hygiene bewegt sich die Clesana im Bereich des maximal Möglichen. Die Bio-Masse wird sicher und geruchsneutral verschweißt. Die Herkunft von Clesana liegt im Gesundheitswesen. Das Konzept mit der Verschweißung von Beuteln wurde entwickelt, damit belastete Hinterlassenschaften mit Rückständen von Medikamenten oder Hormonen nicht über das Abwasser in die Umwelt gelangen, da Kläranlagen nicht in der Lage sind, diese Rückstände herauszufiltern.

Die Beutel werden durch den Schweißvorgang absolut undurchlässig, was Inhalt und Geruch betrifft. Clesana hat daraus die C1 für den Campingbereich entwickelt, deren Beutel im Müll entsorgt werden können. Selbst wenn über einen längeren Zeitraum sich keine Möglichkeit der Entsorgung bietet, können die Plastiktüten auch eine Zeit lang im Womo deponiert werden, ohne dass eine Katastrophe befürchtet werden muss. Die Liner sind sehr solide, die verschweißte Naht absolut dicht, und auch die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen ist hoch. Wer versehentlich auf den Beutel tritt, muss keine explosionsartige Entleerung des Inhaltes fürchten. Das Schweizer Unternehmen gibt die Belastung bis zu 150