Luft und Liebe

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Der Mazda MX-5 ist die FAHRSPASSMASCHINE schlechthin: Platz für zwei, kräftiger Saugmotor, geringes Gewicht und präzises Fahrwerk. Und das Allerbeste: In seiner dritten Auflage mit dem Kürzel NC ist der Japan-Roadster als Gebrauchter weitgehend unproblematisch und noch erschwinglich.

Johannes Köbler

Reinsetzen: passt. Die Linke greift wie von selbst an den schlanken Lenkradkranz, die Rechte landet genau auf dem kurzen Schaltknüppel, und die Füße finden sich sofort auf den eng stehenden Pedalen zurecht. Den Wind im Haar spüren: den Verschluss entriegeln, das leichte Verdeck nach hinten werfen und noch mal zum Einrasten drücken. Kann losgehen! Der MX-5 mit dem Kürzel NC, also die dritte Generation, ist ein Auto, in dem alles Wichtige schnell, leicht und direkt geht. Beim Fahren beschert einem der Roadster immer wieder neue alte Glücksmomente – mit der Klackklack-Schaltung, der direkten und gefühlvollen Lenkung, dem präzisen Fahrwerk und dem Biss und der Drehfreude des Saugmotors. Kaum ein anderes Auto verbindet sich so intensiv und harmonisch mit seinem Piloten. Fahrspaß, das lernt man im MX-5, definiert sich nicht über monströse Motorleistung oder x-fach einstellbare Traktionsregelsysteme. Sondern einfach über gut gemachte Oldschool-Mechanik – geradlinig und frei von Firlefanz. Und über geringes Gewicht, der Japan-Roadster wiegt deutlich weniger als 1,2 Tonnen.

Einer, der diese Fahrfreude jeden Tag erleben kann, ist Kollege Sven Damson aus unserem Verlag. Sven hat seinen NC vor 13 Jahren neu gekauft, also in der ersten Facelift-Version, und sehr dynamisch konfiguriert: Zweilitermotor mit 160 PS, Ausstattung Sports Line mit Sechsganggetriebe, Bilstein-Dämpfern, Xenonlicht und Edelstahlpedalen. Obendrauf kam noch das sogenannte Sportpaket mit Recaros in Leder und Alcantara sowie einer Bose-Soundanlage. Nach 2500 Kilometern schärfte Sven das Fahrwerk noch mal nach. Federn von H & R legten die Karosserie 40 Millimeter tiefer, 18-Zoll-Felgen von ATS ersetzten die originalen 17-Zöller. Die großen Räder machten es nötig, die hinteren Radläufe neu zu bördeln. Um Kilometerstand 15 000 herum ergänzte ein Auspuff von Remus das dynamische Ensemble, und weitere 15 000 Kilometer später erhielt die Motorhaube zwei Gasdruckheber.

Gut 110 000 km gelaufen, auch im Winter

Svens Auto hat fast 110 000 Kilometer auf der Uhr. Viele davon kamen im Winter dazu, weil der NC nie abgemeldet war. Über diese Distanz fielen neben den routinemäßigen Service- und Reifenmaßnahmen nur einige zusätzliche Eingriffe an. Gewech

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