Transitverkehr

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Ford spendiert dem Tourneo Custom eine neue Plattform für mehr Komfort mit bis zu NEUN SITZPLÄTZENsowie modernem Infotainment und Assistenz. Was der Bus sonst noch auf dem Kasten hat, klären wir mit der extralangen Version und 170-PS-Top-Diesel.

Clemens Hirschfeld

Fotos: Rossen Gargolov

Platz kann man nie genug haben. Das wissen gerade Sie, liebe Mehrfach-Kindergeld-Bezieher. Schließlich müssen hin und wieder nicht nur die eigenen Kids, sondern halbe Fußballmannschaften transportiert oder schwedische Möbelhäuser geplündert werden. Für solche Aufgaben bietet sich die Multivan-Alternative von Ford an, die sich hier mit 3,50 Meter Radstand auf 5,45 Meter streckt und optional neun Ausgewachsene beherbergt.

Einsteigen bedeutet bei einem Kleinbus wie dem Tourneo Custom immer noch aufsteigen. Allerdings erklimmen Sie über die Trittstufe nun ein Pkwhafteres Interieur. Okay, das besteht hauptsächlich aus robustem Plastik, fügt sich jedoch knarzfrei zusammen – was nicht selbstverständlich ist in dieser Fahrzeugklasse. Das mehr eckige als runde Lenkrad sitzt zwar nahe an der Vorderachse, liegt aber gut in der Hand und gibt den Blick auf digitale Instrumente mit wenig variablen Anzeigen und den Bordcomputer frei. Eine ganz große Nummer ist der 13-Zoll-Infotainment-Touchscreen in der Mitte. Er unterhält mit Fords aktueller Sync-4-Software, gliedert sich logisch, verbindet kabellos Android Auto oder Apple CarPlay und setzt Sprachbefehle schneller um als die meisten Pubertiere. Ford verzichtet jedoch weitestgehend auf klassische Bedientasten. Lediglich ein Lautstärkeregler ist geblieben. Große Kacheln erleichtern zwar die Auswahl, doch die Flächen für die Klimaautomatik sollten größer ausfallen.

Großes Variabilitätswunder und Platz ohne Ende

Neben dem elektrisch verstellbaren Fahrersitz samt Lordosenstütze und zwei herunterklappbaren Armlehnen für 922 Euro nehmen gleich zwei Co-Piloten Platz. Sie brauchen etwas Abstand? Dann klappen Sie einfach die mittlere Rückenlehne für eine zusätzliche Ablagefläche herunter. Natürlich hat der Familientransporter noch mehr Tricks drauf: Vorne gibts gleich zwei Handschuhfächer. Der Zustieg hinten gelingt mit optionaler Schiebetür links (774 Euro) noch bequemer. Die drei Einzelsitzplätze der zweiten Reihe lassen sich kinderleicht verschieben und mit wenig Kraftaufwand gegen die Fahrtrichtung drehen, ohne dass die Beinfreiheit leidet. Mit umgeklappter Rücksitzlehne ergibt sich auf der Rückseite des Mittelplatzes ein Tisch samt Becherhalter. Die dritte Reihe ist zweigete

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