Zeitmaschinen

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Wir begeben uns auf eine Reise durch die MODELLGESCHICHTEvon Subaru. Der Importeur stellt dafür eine Handvoll klassischer Modelle auf seinen Hof und hält die Schlüssel zum Fahren bereit. Auf geht’s zur Youngtimer-Fortbildung nach Friedberg!

RUND UND KANTIG: DER SVXDie grüne Zündschloss-Beleuchtung hatten einige Subaru, eine Vmax von 237 km/h nur der 73 530 DM teure SVX, der 850-mal verkauft wurde. Die Preise der Konkurrenz: Audi S2 74 550 DM, Nissan 300 ZX 89 995 DM, Porsche 968 92 300 DM

Die meisten der Klassiker, die bei den Subaru Days auf dem Parkplatz der Deutschlandzentrale stehen, kenne ich höchstens von Fotos – dementsprechend hat der Ausflug für mich viel von einer Erkundungstour mit Fortbildungscharakter. Fremd sind mir Autos aus den 80ern und 90ern zwar nicht, schließlich waren es für uns Millennials ja meist abgerockte Kisten aus diesen Dekaden, mit denen es zum Führerscheinstart losging. Teuren Kram wie Turbomotoren, Allradantrieb oder Automatik hatte aber keiner. Und auch keine Subarus. In solchen darf ich jetzt alles inspizieren, Knöpfe drücken, Antennen fernsteuern oder in Handbüchern nachlesen, dass diese „Position“-Taste auf der Lenksäulenverkleidung eine Art Parklicht aktiviert. Oder wieso die Lenksäule im SVX nicht mehr einrastet, seit ich an diesem Hebel gezogen habe: Das war nicht der für die Längs- oder der für die Höhenverstellung, sondern ein dritter Hebel, mit dem man das Lenkrad einfach hochdrücken kann. Ja, Subaru hatte schon vor Ewigkeiten eine Komforteinstiegsfunktion. Eine rein mechanische – ich werd bekloppt!

Schon spannend, solche Details, oder? Hoffentlich, denn jetzt geht’s mit Türtafelaufklebern weiter. Die informieren, dass nach 12 500 km oder sechs Monaten frisches Öl reinmuss (heute etwa beim Outback 15 000 km/Jahr). Die Sticker in den Turbo-Subaru ergänzen, dass man den Motor „after heavy highway driving“ im Stand noch eine Minute laufen lassen soll. Grandios! Das waren starke Zeiten, als Hersteller dem Fahrer zumuteten, sich mit seinem Auto zu beschäftigen. Optional sogar intensiv: Manche Bordbücher beschreiben auch den Ölwechsel.

SVX: Sportcoupé mit Gewächshausverglasung

Im Ölkreislauf des SVX-Sechszylinders fließen 6,5 Liter, und auf den Felgen steckten bei Auslieferung Michelin MXX im Format 225/50 ZR – 1992 sprach man ja ab einem Fünfziger-Querschnitt noch explizit von Niederquerschnittsreifen, die heute wenig exotisch sind.

Früher wie heute hingegen sehr besonders: die riesigen Glasflächen, die Sie unten links auf dem

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